130 Jahre Weihe der
katholischen
St. Jakobuskirche
in Zerbst
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste,
in diesem Jahr wollen wir feiern! Vor 130 Jahren wurde unsere Kirche in Zerbst geweiht und damit ihrer Bestimmung übergeben. Dazu ist ein Festjahr geplant, in dem wir für uns als Pfarrgemeinden und auch für die Menschen der Region auf vielfältige Weise Gelegenheiten schaffen wollen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir wollen daran erinnern, wie es früher in Zerbst zuging, wir wollen erlebbar machen, was es heute heißt, katholisch zu sein und bei Gottesdiensten, schöner Musik und frohen Aktivitäten neue gemeinsame Erinnerungen schaffen.
Geweiht wurde die Kirche am 07. April 1896 durch Bischof Hubertus Theophil Simar, den damaligen Bischof von Paderborn. Zu jener Zeit gehörte Zerbst zum Apostolischen Vikariat Anhalt und der Bischof von Paderborn war für diesen Bereich zuständig.
Eine Kirche zu weihen, ist nicht nur der Abschluss einer Bauphase, sondern die Weihe macht eine katholische Kirche zu einem besonderen Zeichen der Gegenwart Gottes unter den Menschen, ja sie schafft einen Raum, in dem Menschen sich um Gottes Gegenwart in dieser Welt in der Eucharistie und im Wort Gottes versammeln können. Damit wird der Kirchenbau auch ein Stück weit zur Heimat für alle, die in ihr zusammenkommen. Dies wurde gerade auch in den Nachkriegsjahren ab 1945 deutlich, als viele Katholiken aus ehemals deutschen Gebieten nach Zerbst und die umliegenden Dörfer kamen. Sie hatten häufig nicht mehr als ihre Familien und ihren Glauben. Und dieser Glaube brauchte einen Ort, an dem er sich fest machen konnte – die St. Jakobuskirche in Zerbst.
Ein besonderer Aspekt, der auch in der Nachkriegszeit sehr deutlich wurde, war ein ökumenischer. Die evangelischen Kirchen der Innenstadt waren auch durch den schlimmen Bombenangriff auf Zerbst am 16. April 1945 zerstört oder so stark betroffen, dass sie danach nicht nutzbar waren. Daher bot die katholische Gemeinde den evangelischen Christen der Stadt die St. Jakobuskirche als Zufluchtsort an. Zu dieser Zeit war das durchaus noch keine Selbstverständlichkeit und bedarf auch deswegen einer besonderen Erwähnung. Bis heute zeigt sich diese Verbundenheit dadurch, dass katholische Gemeindemitglieder in der „Zerbster Kantorei“ und dem „Bläserchor Zerbst“ mitwirken und beide Musikkörper im jährlichen Wechsel am 2. Weihnachtsfeiertag den Gottesdienst der katholischen Gemeinde musikalisch gestalten.
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste, lassen sie uns gemeinsam feiern! Die Möglichkeit dazu haben wir bei verschiedensten Veranstaltungen im Lauf des Jahres. Damit sie frühzeitig planen können, finden sie hier nun auch eine Zusammenstellung aller Termine.
Ihr Kirchenvorstand Plus und ihr Pfarrer Hartmut Neuhaus

Herzlich Willkommen!


- 17. Januar (Sa), 19 Uhr (nach dem Gottesdienst) Eröffnung des Festjahres mit Vorstellung des Programms und Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte der Gemeinde
- 13. (Fr) Februar, 18 Uhr Konzert des Gospelchores Zerbst mit Segnung von Paaren, Fotostation
- 06. März (Fr), ab 17 Uhr Taschenlampenführung für Kinder, anschließend Stockbrotbacken über der Feuerschale
- 19. April (So), 13-18 Uhr Pfarreipilgern zum Apollensberg (Wittenberg)
- 02. Mai (Sa), 14 -15.30 Uhr Muttertagsgeschenke basteln für Kinder
- 19. Juni (Fr), 19.30 Uhr Musikvesper für junge Leute mit Ensemble aus Dessau, Einbindung der Zerbster Schulen, anschl. Get-together bei Limo und Wasser
- den ganzen Juli hindurch, Postkartenaktion
- 29. August (Sa), 15 -20 Uhr Pfarrfest und Jubiläumsgottesdienst, Festessen
- 19. September (Sa), Illuminierte Kirche zur Nacht der Kirchen
- 04. Oktober (So), Erntedankgottesdienst, anschließend Suppe-Essen und Prämierung der besten selbstgemachten Marmelade
- 11. November (Mi), Martinsfeier
- 20. November (Fr), Lesung im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages
- 06. Dezember (So), Adventskonzert des Stadtchors und Plätzchenkaffee